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Wann ist der Alkoholkonsum am höchsten? Neue TRR-265-Studie untersucht zeitliche Konsummuster

24. Aug.
1 Min. Lesezeit

Eine neue Studie aus dem TRR 265, veröffentlicht in den European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, liefert detaillierte Einblicke darin, wie sich der Alkoholkonsum von Menschen mit einer Alkoholgebrauchsstörung (AUD) im zeitlichen Verlauf verändert. Mithilfe smartphonebasierter Ecological Momentary Assessments (EMA) wurden 670 Teilnehmende über einen Zeitraum von zwölf Monaten begleitet und ihr Alkoholkonsum im Alltag erfasst.

Die Ergebnisse zeigen deutliche zeitliche Muster: Sowohl die Häufigkeit als auch die Menge des Alkoholkonsums nahmen an Wochenenden und rund um Feiertage zu. Besonders ausgeprägt waren saisonale Veränderungen mit einem Anstieg im Dezember und einem Rückgang im Januar. Während des COVID-19-Lockdowns erhöhte sich zudem die Häufigkeit des Alkoholkonsums, während die konsumierte Menge an einzelnen Trink-Tagen unverändert blieb.

Die Identifizierung solcher Zeiträume mit erhöhtem Konsumrisiko könnte dazu beitragen, zukünftige Präventions- und Interventionsmaßnahmen gezielter einzusetzen. Insbesondere können die Erkenntnisse die Entwicklung adaptiver und kontextsensitiver digitaler Interventionen unterstützen, die Betroffene genau dann erreichen, wenn das Risiko für erhöhten Alkoholkonsum besonders hoch ist.

Die Studie wurde am 4. August 2026 veröffentlicht und ist Open Access verfügbar.

 
 
 

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