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- 9. Feuerlein-Symposium zur Versorgungsforschung in der Suchttherapie
Am 6. Oktober 2026 findet das 9. Feuerlein-Symposium zur Versorgungsforschung in der Suchttherapie als Hybridveranstaltung im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) sowie online statt. Unter dem diesjährigen Schwerpunktthema „Herausforderungen der interinstitutionellen Zusammenarbeit innerhalb der suchttherapeutischen Versorgung und in der rechtskreisübergreifenden Versorgung“ bringt das Symposium Expertinnen und Experten aus Forschung, Versorgung, Politik und Praxis zusammen. Gemeinsam werden aktuelle Herausforderungen diskutiert und Lösungsansätze für eine bessere Vernetzung und Versorgung von Menschen mit Suchterkrankungen entwickelt. Das Programm umfasst Vorträge renommierter Referentinnen und Referenten sowie zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch. Termin: 6. Oktober 2026 Ort: Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) & online Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Veranstaltungsflyer: https://feuerlein-cts.de/fileadmin/media/feuerlein-cts/content/bilder-feuerlein-symposium/2026/Flyer27072026_FeuerleinSymposium2026.pdf
- Schachbasiertes kognitives Remediationstraining verbessert Aufmerksamkeit und Lebenszufriedenheit
Das Teilprojekt C01 des SFB/Transregio TRR 265 entwickelt und validiert innovative Therapieansätze für Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen wie der Alkoholgebrauchsstörung (AUD) und der Tabakgebrauchsstörung (TUD). Die nun vorliegenden Ergebnisse bei Menschen mit Alkoholgebrauchsstörung zeigen, dass ein schachbasiertes kognitives Remediationstraining die Daueraufmerksamkeit verbessern kann und zudem die Lebenszufriedenheit erhöht. Das Training wurde von den Teilnehmenden sehr gut angenommen. Auch wenn sich die positiven Effekte auf die Lebenszufriedenheit in dieser Studie noch nicht langfristig nachweisen ließen, sprechen die Befunde dafür, dass schachbasiertes kognitives Remediationstraining die kognitive Rehabilitation bei Suchterkrankungen unterstützen und damit langfristig auch die Wiedererlangung der kognitiven Kontrolle fördern könnte. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Neuropsychological Rehabilitation veröffentlicht (Seeger et al., 2026; https://doi.org/10.1080/09602011.2026.2702561). Die Autoren haben außerdem ein kostenfreies Manual veröffentlicht: https://zenodo.org/records/16901577. Es richtet sich an Fachpersonen aus Psychotherapie, Ergotherapie und Neuropsychologie und bietet eine strukturierte und praxisorientierte Anleitung zur Umsetzung des Programms, inklusive Stundenverläufen, Aufgabenbeispielen und didaktischen Hinweisen.
- Suchtforschung per Smartphone: Neue Perspektiven für Prävention und Rückfallintervention
Wie lassen sich Rückfälle bei Alkoholabhängigkeit frühzeitig erkennen und verhindern? Ein aktueller Beitrag von Rainer Spanagel und Markus Reichert in der DFG-Zeitschrift forschung zeigt, wie moderne Smartphone-Technologien und mobile Sensoren dabei helfen können, das Trinkverhalten im Alltag in Echtzeit zu erfassen und individuelle Risikosituationen zu identifizieren. Im Rahmen von TRR 265 ReCoDe wurden über ein Jahr hinweg mehr als 800 Menschen mit Alkoholabhängigkeit begleitet. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für sogenannte Just-in-Time Adaptive Interventions (JITAIs) – digitale Unterstützungsangebote, die Betroffene genau dann erreichen sollen, wenn das Risiko für einen Rückfall besonders hoch ist. Ziel ist es, personalisierte und niedrigschwellige Interventionen zu entwickeln, die Menschen dabei unterstützen, die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum zurückzugewinnen. Der vollständige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der DFG-Zeitschrift forschung erschienen und gibt spannende Einblicke in die Möglichkeiten digitaler Gesundheitsforschung und personalisierter Suchttherapie. Hier geht es zur kompletten Ausgabe: https://www.dfg.de/resource/blob/393362/forschung-2026-01.pdf
- TRR 265 trifft sich zum wissenschaftlichen Retreat in Weimar
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs TRR 265 „Losing and Regaining Control over Drug Intake“ kamen erneut zu ihrem gemeinsamen Retreat in Weimar zusammen. Im Mittelpunkt standen der wissenschaftliche Austausch, die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse sowie die strategische Weiterentwicklung des Forschungsverbunds. Alle Teilprojekte stellten den aktuellen Stand ihrer Arbeiten vor und diskutierten ihre Ergebnisse mit den anderen Projektgruppen. In zahlreichen wissenschaftlichen Diskussionen wurden neue Ideen entwickelt und die nächsten Schritte für die laufenden Projekte abgestimmt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf mechanistischen Ansätzen zur Entstehung von Suchterkrankungen sowie auf der Entwicklung neuer, mechanismusbasierter Interventionsstrategien. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Zukunft des TRR 265. Im Rahmen des Retreats wurde die gemeinsame Strategie für die kommende Förderphase weiter ausgearbeitet und bestätigt, dass sich der Forschungsverbund um eine dritte Förderperiode bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewerben wird. Das Retreat bot erneut eine hervorragende Gelegenheit, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Standorten zu stärken und gemeinsam die nächsten Schritte in der Suchtforschung zu planen.
- Hormone und Craving: Neue Erkenntnisse zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Substanzgebrauchsstörungen
In einem aktuellen Kommentar in Biological Psychiatry diskutiert Sarah Gerhardt neue neurobiologische Befunde zu geschlechts und hormonabhängigen Unterschieden in der Verarbeitung drogenassoziierter Reize bei Substanzgebrauchsstörungen und zeigt auf, wie Schwankungen von Estradiol und Progesteron über den Menstruationszyklus hinweg die neuronale Cue Reaktivität sowie die Regulation von Craving beeinflussen können. Die Arbeit unterstreicht die klinische Relevanz hormoneller Faktoren für individualisierte und phasenspezifische Behandlungsansätze in der Suchttherapie. https://authors.elsevier.com/a/1mdta1S07xz6l
- Wichtige Veröffentlichung aus Teilprojekt A08
Die A08 Arbeitsgruppe aus dem TRR hat ein zentrales Paper im Journal Addiction Biology veröffentlicht. Die Studie entstand unter der Leitung von Bernd Lenz , Erstautorin ist Rafat Boroumand-Jazi . Untersucht wurde, wie hormonelle Prozesse mit Alkoholreizen im Gehirn zusammenhängen und ob das Medikament Finasterid die neuronale Reaktion auf alkoholbezogene Reize beeinflusst. In einer randomisierten, placebo-kontrollierten Crossover-Studie mit Männern mit episodisch starkem Alkoholkonsum wurde mittels fMRT gemessen, wie das Gehirn auf visuelle Alkoholreize reagiert. Finasterid führte zu Veränderungen in Hirnregionen, die für Belohnungsverarbeitung und Verhaltenskontrolle wichtig sind, und die Teilnehmenden berichteten unter Finasterid einen stärkeren Wunsch, keinen Alkohol zu trinken. Die Ergebnisse liefern wichtige neue Hinweise auf neurobiologische Mechanismen problematischen Alkoholkonsums und eröffnen Perspektiven für zukünftige therapeutische Ansätze. Boroumand-Jazi et al., Addiction Biology (2026)
- Frohes neues Jahr und alles Gute für 2026
Zum Start ins neue Jahr möchten wir allen Mitgliedern und Partnern von TRR265 herzlich ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen. Die Feiertage sind für viele eine besondere Zeit der Ruhe, des Zusammenseins und des Innehaltens. Gleichzeitig können sie gerade im Kontext von Sucht und suchtbezogenen Verhaltensweisen auch herausfordernd sein. Umso mehr hoffen wir, dass alle diese Tage gut überstanden haben, Zeit zum Auftanken finden konnten und nun mit Zuversicht und positiven Vorsätzen ins neue Jahr starten. Für 2026 wünschen wir uns allen Offenheit, gegenseitige Unterstützung und neue Impulse, sowohl für unsere Forschung als auch für den persönlichen Umgang mit Gesundheit und Wohlbefinden. Wir freuen uns auf die kommenden gemeinsamen Schritte, Diskussionen und Erkenntnisse im neuen Jahr.
- Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis für Sabine Hoffmann und Markus Reichert
Auszeichnung für Forschung zu hormonellen Einflüssen auf Alkoholkonsum TRR265-Forscherin Sabine Hoffmann (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim) und Prof. Dr. Markus Reichert (Paris Lodron Universität Salzburg, Gastwissenschaftler am ZI) wurden mit dem Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis 2025 im Bereich Grundlagenforschung ausgezeichnet.Der Preis wurde am 23. September 2025 im Rahmen des Deutschen Suchtkongresses in Berlin verliehen. In ihrer im Rahmen des Sonderforschungsbereichs TRR 265 durchgeführten Studie “Associations of Menstrual Cycle and Progesterone-to-Estradiol Ratio With Alcohol Consumption in Alcohol Use Disorder: A Sex-Separated Multicenter Longitudinal Study” zeigen sie, dass weibliche Sexualhormone einen Einfluss auf den Alkoholkonsum haben.Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein hohes Progesteron-Östradiol-Verhältnis das Risiko für problematischen Alkoholkonsum bei Frauen und Männern verringern kann. Damit eröffnet die Studie neue Perspektiven für personalisierte und zyklussensible Therapien in der Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Der Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis wird alle zwei Jahre von der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt, der Deutschen Suchtstiftung und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie vergeben. Er zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich substanzgebundener Abhängigkeiten, insbesondere zu Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, aus.
- Podcast-Episode mit ZI-Beteiligung über 34.000-mal gehört – persönliche Einladung zur AMBOSS-Award-Verleihung
Die AMBOSS-Podcast-Episode „Drogen und Sucht: Neue Forschung, neue Medikamente“ , in der Prof. Dr. Rainer Spanagel und Prof. Dr. Max Pilhatsch aktuelle Entwicklungen in der Suchtforschung vorstellen, stößt auf großes Interesse: Bereits über 34.000 Hörerinnen und Hörer haben die Folge abgerufen. Die beiden Experten sprechen darin über neue medikamentöse Ansätze und deren mögliche Rolle in der Versorgung suchtkranker Menschen. Die Episode kann z. B. hier auf YouTube nachgehört werden: Drogen und Sucht: Neue Forschung, neue Medikamente | AMBOSS-Podcast | 136 In Anerkennung dieses Erfolgs wurden Prof. Spanagel und Prof. Pilhatsch persönlich zur AMBOSS-Award-Verleihung 2025 eingeladen. Die feierliche Veranstaltung findet am 24. Juni 2025 im AMBOSS-Office in Berlin statt. Ausgezeichnet werden herausragende Beiträge zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung – unter anderem in den Bereichen Lifelong Learning , Transforming Patient Care und Excellence in Nursing . Wir freuen uns über die breite Sichtbarkeit, die dieser wichtige Forschungsbereich durch das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen erfahren hat.
- Auszeichnung für TRR265-Wissenschaftler Patrick Bach – AGNP-Preis für Studie zu Cannabidiol bei Alkoholabhängigkeit
Prof. Dr. Dr. Patrick Bach, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroenhancement am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) und Wissenschaftler im TRR265, wurde mit dem renommierten Forschungspreis der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP) ausgezeichnet. Gewürdigt wurde die von ihm geleitete ICONIC-Studie , die vielversprechende Erkenntnisse zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit mit Cannabidiol (CBD) liefert. Die Ergebnisse zeigen, dass CBD das Verlangen nach Alkohol signifikant reduzieren und gleichzeitig die Aktivierung des Belohnungssystems bei alkoholspezifischen Reizen dämpfen kann – ein vielversprechender Ansatz für zukünftige pharmakologische Therapien. Der alle zwei Jahre verliehene AGNP-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Neuropsychopharmakologie aus. Die Studie wurde von der Hetzler-Stiftung gefördert und in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht. Wir gratulieren Patrick Bach herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung!
- Zweiter TRR265-Retreat in Weimar: Wissenschaft, Austausch und Perspektiven
Zum zweiten Mal fand der jährliche Retreat des TRR265 in der geschichtsträchtigen Stadt Weimar statt – ein inspirierender Ort für intensive wissenschaftliche Diskussionen und interdisziplinären Austausch. Während des Retreats wurden die einzelnen Projekte des Sonderforschungsbereichs vorgestellt, ihre Fortschritte diskutiert und sinnvolle Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Teilbereichen geschaffen. In offener und produktiver Atmosphäre wurde nicht nur die bisherige Zusammenarbeit gestärkt, sondern auch der Grundstein für die Planung einer weiteren Förderperiode gelegt. Neben dem wissenschaftlichen Programm bot Weimar mit seiner einzigartigen Kultur und Geschichte den perfekten Rahmen für Stadtrundgänge und persönliche Gespräche. Das besondere Ambiente förderte den Dialog zwischen den Konsortialpartnern auf fachlicher wie privater Ebene – ein rundum gelungener Retreat, der den Zusammenhalt und die Vision des TRR265 weiter gestärkt hat.
- Einladung zum Beiratstreffen des Sonderforschungsbereichs TRR265
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin lädt herzlich zum Beiratstreffen des Sonderforschungsbereichs TRR265: Verlust und Wiedererlangung der Kontrolle bei Suchterkrankungen ein. Die Veranstaltung findet am 11. März 2025 ab 16:00 Uhr in der Tagesklinik (Station 154T) der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Campus Mitte, Bonhoeffer Weg 3, 10117 Berlin statt. Ziel und Inhalte der Veranstaltung Das Beiratstreffen bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Ziel ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zur Suchtforschung zu präsentieren und mit Betroffenen, Angehörigen sowie Fachkräften aus Medizin, Psychologie und Sozialarbeit zu diskutieren. Programm 16:00 Uhr – Begrüßung und Einführung (L. Diallo & S. Dörr) 16:10 Uhr – Projektupdate C02: Achtsamkeit und Neurostimulation (A. Beck) 16:30 Uhr – Vorstellung von Vista Berlin (L. Behrends) 16:45 Uhr – Vorstellung des Drogennotdienstes (R. Schmolke) 17:00 Uhr – Abschied und Ausblick (A. Heinz & M. Rapp) 17:10 Uhr – Get-together in der Tagesklinik mit Buffet Anmeldung und Kontakt Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail bei Sabrina Dörr anzumelden: sabrina.doerr@charite.de Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachkräfte aus Medizin, Psychologie, Pflege und Sozialarbeit sowie alle weiteren Personen, die in der Versorgung psychisch erkrankter Menschen tätig sind.






